Veröffentlicht am Freitag, 17. April 2026
Was folgt auf brennende Bücher?
"Aus dem Feuer geholt" - Der 10. Mai 1933 als Mahnung!
Theatergastspiel in Falkensee
Der 10. Mai 1933 ist ein Tag von historischer Bedeutung: Der NS-Staat mobilisierte zur sog. Bücherverbrennung.
Das Theatergastspiel in Falkensee will veranschaulichen, wie schnell und wie vernichtend die Abschaffung von Demokratie und die Installation einer Diktatur erfolgen kann, wenn sich die breite Zivilgesellschaft sich dem nicht entgegenstellt.
Schon jetzt ist rechtsextremes Gedankengut in der Mitte der Gesellschaft wieder "sagbar".
Für die Nationalsozialisten und deren Studentenbund war die Propagandaaktion der Bücherverbrennung auf dem Berliner Opernplatz ein weiterer Höhepunkt, um die systematische Verfolgung von Schriftstellern, die dem jüdischen, marxistischen, pazifistischen, oppositionellen bzw. politischen gegnerischen Lagern angehörten, fortzusetzen. Das Theaterstück mit dem Titel "Aus dem Feuer geholt" regt zur Reflexion an und stellt die aktuelle Diskursverschiebung in punkto Menschenwürde in Frage.
Am Samstag, den 12.05.2026 um 19:00 Uhr im Musiksaal - Am Gutspark 4/5 - 14612 Falkensee
Eintritt frei
Veröffentlicht am Sonntag, 12. April 2026
Die Möllner Briefe
Am 23. November 1992 verüben Neonazis Brandanschläge auf zwei Häuser in Mölln.
Zerstört wird das Leben des damals siebenjährigen Ibrahim und seiner Familie. Er verliert seine Schwester, Cousine und Großmutter.
Der preisgekrönte Dokumentarfilm „Die Möllner Briefe“ (96 Min.) erzählt von der Spurensuche nach hunderten Solidaritätsbriefen, die nach den Anschlägen nie bei den Überlebenden ankamen.
Erst Jahrzehnte später entdeckt Ibrahim Arslan die Briefe im Stadtarchiv Mölln – ein Zufallsfund.
Er kämpft bis heute mit seiner Familie nicht nur gegen das Trauma des Anschlags, sondern auch um mehr Gehör migrantischer Stimmen in der Erinnerungskultur.
Im Anschluss an die Filmvorführung laden wir ein zu einer Gesprächsrunde mit der Regisseurin Martina Priessner und dem Hauptprotagonisten Ibrahim Arslan.
--> Sonntag, 19. April 2026 / 14.00 Uhr / "Im Gleis 5" / Bahnstraße 5-7 / 14612 Falkensee
Eintritt frei
Veröffentlicht am Freitag, 27. März 2026
Über den Tellerrand - Ein politisches Gesprächsforum
Migration spaltet – reden wir darüber.
Wenige politische Debatten sind emotional so aufgeladen wie die Frage: Wie gehen wir mit Menschen um, die in Deutschland ein neues Zuhause suchen? Die Gründe, die sie hierhergeführt haben, sind so vielfältig wie die Perspektiven auf sie. Auf der einen Seite profitiert auch Falkensee davon, wenn sich die Zugewanderten mit ihren unterschiedlichen Biographien, Sprachen, Religionen und Lebensentwürfen zuhause fühlen. Auf der anderen Seite gibt es Ängste, Verunsicherungen und Abwehr.
Wir laden Sie deshalb herzlich zu einem Gespräch am Suppentopf ein:
Wie geht es Ihnen mit dem Thema Migration?
Sie tauschen sich bei einer warmen Suppe aus. Wir stellen sicher, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleich viel Redezeit für ihre Perspektive haben.
Der Abend ist der erste Termin in 2026 einer moderierten Reihe von Gesprächen über Politik und Gesellschaft. Kurze Vorträge geben Impulse zu aktuellen, politisch kontroversen Themen. Anschließend kommen sowohl die Bundespolitik und globale Herausforderungen auf den Tisch als auch kommunalpolitische Fragen und das Miteinander in Falkensee.
Ablauf:
• Impulsvortrag von Prof. Dr. Ulrike Kluge
• Gespräch in Klein-Gruppen
• Diskussion
• Offenes Beisammensein mit warmer Suppe
Referentin:
Prof. Dr. Ulrike Kluge ist Gruppenanalytikerin und Psychoanalytikerin an der Charité – Universitätsmedizin. Sie leitet verschiedene Forschungs- und Interventionsprojekte zu Migration, Flucht und Gesundheit sowie zu psychosozialer Integration in der Migrationsgesellschaft.
Die Veranstaltung wird moderiert von Mehr Demokratie e.V. nach den Regeln von „Sprechen & Zuhören“. Das Format ist entstanden aus dem Gedanken: Nicht miteinander zu reden, ist auch keine Lösung.
In Kooperation und Unterstützung mit der Volkshochschule Havelland (Abteilung Falkensee), Bündnis für Brandenburg und der Partnerschaft für Demokratie in Falkensee.
Der Eintritt ist frei. Eine Voranmeldung ist erwünscht unter: vhs@havelland.de
Den QR-Code zur Anmeldung entnehmen Sie bitte dem PDF (s.u.).